Tel Aviv soll seinen eigenen Zoo haben. Sie bauen einen Riesenkäfig. Moses kommt mit Herschel daran vorbei. »Oi«, sagt Moses. »Ein großer Käfig. Sechs Meter hohe Gitter... 1000 Quadratmeter groß. Für was für ein Vieh soll es nun sein?«
»Ja«, sagt Herschel. »Weißt du, das ist so ein Vieh, na, komm' ich nicht gleich auf den Namen. Weißt du, was immer auf dem Schwanz sitzt und springt.«
»Was?« wundert sich Moses. »So ein -großer Käfig für eine Filzlaus?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 13:02:31
Der arme Moische möchte die Tochter des reichen Bankiers Rosenzweig heiraten. Er will einen Antrag machen. Er besteigt ein Pferd und reitet zum Haus der Angebeteten. Doch bevor er das Haus erreicht sieht er seinen Freund Grün.
»Ei, Moische!« ruft Grün. »Wo willste hin?« »Möcht ich machen der schönen Sarah einen Heiratsantrag.«
»Aber dann kommst du mit Pferd? Kannst du nicht laufen oder fahren?«
»Nuna«, sagt Moische. »Bin ich noch ein bißchen ungewiß, wie Sarah reagieren wird. Lauf ich hin sagt sie später, sie hat mich laufen lassen. Fahr' ich hin, sagt sie später, sie hat mich fahren gelassen So reite ich hin...«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 13:01:15
Nach 15 Jahren trifft Sarah ihren Schulfreund Grün.
»Sarahleben!« ruft Grün. »15 Jahre haben wir uns nicht gesehen. Wie gehts?«
»Na, bin ich jetzt verheiratet.«
»Ah, schön«, sagt Grün. »Hast du auch Kinderchen?«
»Ja«, sagt Sarah, »dreizehn.«
»Dreizehn?« fragt Grün. Nachdenklich betrachtet er seine Schulfreundin und sagt: »Nuna, Sarah, weißt du: Rauch' ich auch gern Zigarre - aber manchmal nehm' ich sie aus dem Mund.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:57:17
Grün trifft Blau auf der Straße. Blau ist fröhlich und vergnügt.
»Sag' mal Blau«, meint Grün. »Bist du allweil fröhlich und vergnügt und lachst und juchzt in der Gegend um. Aber man muß dir mal die Augen öffnen: Ich, Grün, will dir sagen, daß Meiersohn schläft mit deiner Frau.«
»Ach«, sagt Blau, »das weiß ich.« »Und trotzdem bist du fröhlich und vergnügt?« »Natürlich, natürlich«, sagt der andere. »Mußt du schon verstehen: Jedesmal, wenn Meiersohn schläft mit meiner Frau, gibt er ihr 100 Mark. Und jedesmal, wenn Meiersohn schläft mit meiner Frau, schlaf ich mit seiner Frau. Und ich geb ihr gar nichts. Soll ich da nicht sein glücklich?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:55:25
»Was?« fragt Isaak seinen Freund Blau. »Fünf Jahre hab ich dich nicht gesehen. Und jetzt kommst du und sagst, du bist immer noch nicht verheiratet.«
»Was bin ich ein Pechvogel«, klagt Blau.
»Wieso bist du ein Pechvogel?«
»Immer,wenn ich eine heiraten will aus Liebe, hat sie zu wenig Geld.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:54:07
Isaak ist Drogist. Er kommt aufgeregt ins Hinterzimmer, wo seine Frau Sarah ist.
»Sarah«, flüstert er. »Sarah, möchtest du bitte sein
so gut zu kommen die nächsten zenn Minuten nicht in Laden.«
»Warum, Isaak?« fragt sie.
»Hab ich einen Interessenten für unseren Restposten Schönheitscreme.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:53:08
Eine Dirne in Tel Aviv geht mit einem Freier aufs Zimmer. Er zieht sich aus. Sie schaut ihn an: Blondes Haar, blaue Augen. Erstaunt fragt sie: »Bist du Jude?« »Nein«, beteuert er. »Was du siehst ist Abnützung.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:51:27
Da ist eine große Party im Gange. Und Isaak unterhält die ganze Gesellschaft, sogar Bauchreden kann er. Da tritt die Junge, Schöne und sehr Freigebige auf ihn zu und sagt: »Ach, Isaak! Wie Sie das machen. Wie wäre ich glücklich, wenn ich das auch machen könnte.«
»Wissen Sie, Fräulein«, sagt Isaak, »es ist ein großes Geschenk Gottes, daß Ihr Bauch nicht reden kann.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:48:55
Grünspan schluchzt zum Herzerbarmen. »Mein armes Weib, meine arme Sarah! Was soll ich tun? Mein Schmerz überwältigt mich!« schreit er am Grab seiner Frau. Hilfreiche Freunde bringen ihn zum Ausgang.
Und dann - nachdem sie ihn allein haben gehen lassen, machen sie sich Sorgen um ihn. Zwei seiner Freunde gehen zu Grünspan ins Haus. Die Haustür ist offen, sie gehen ins Haus - und finden Grünspan nackt in der Armen seiner Schwägerin auf dem Divan.
»Grünspan!« ruft einer seiner Freunde. »Vor drei Stunden hast du deine Frau begraben!«
»Weiß ich das, weiß ich!« schluchzt Grünspan auf. »Aber weiß ich nicht, was ich tue in meinem Schmerz!«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:48:20
Moische trifft den Kohn auf der Straße. »Hör' zu«, sagt Moische. »Der Herschel ist gestern von einer Reise zurückgekommen und hat seine Frau Sarah mit Daniel gesehen, im Bett, und hat ihn sofort erschossen.«
»Ui«, sagt Kohn. »Es hätt' schlimmer kommen
können.«
»Wieso schlimmer kommen können?«
»Wenn Herschel vorgestern zurückgekommen
wäre, wäre ich tot.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:44:19
Das geht nun schon seit drei Tagen so: Bei Sarah Rosenzweig klingelt ein Mann. Sowie sie öffnet, sagt er: »Haben Sie einen hübschen Körper?« Wütend schlägt Sarah jedesmal die Türe zu. Dann erzählt sie ihrem Mann davon.
»Bleib doch zu Hause«, bittet sie ihn. Er bleibt zu Hause. Und tatsächlich - es klingelt. Der Mann steht draußen.
»Haben Sie einen hübschen Körper?« fragt der Mann.
»Ja«, antwortet Sarah Rosenzweig. »Ich habe einen sehr hübschen Körper.« Sie ist mutig, weil ihr Mann alles mithört.
»So«, sagt der Fremde befriedigt und kratzt sich am Kinn. »Dann sagen Sie doch bitte Ihrem geehrten Herrn Mann, er möchte sich Ihres Körpers bedienen und nicht dauernd mit meiner Frau schlafen.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:43:11
Herschel bittet um die Hand der schönen Sarah. Artig steht er vor dem Vater.
»Junger Mann«, sagt Sarahs Vater und schaut ihm tief in die Augen. »Können Sie überhaupt eine Familie ernähren?«
»Selbstverständlich!« beeilt sich Herschel zu sagen.
»Überlegen Sie sich das gut«, fährt der Vater geduldig fort. »Wir sind inzwischen neun Personen.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:41:27
Im Gefängnis von Tel Aviv treffen sich zwei Lebenslängliche.
»Warum bist du hier?« fragt Moische.
»Mord. Und du?« fragt Kohn.
»Wegen dem Umzug.«
»Wieso wegen dem Umzug?«
»Sind meine Frau und ich umgezogen von Tel Aviv nach Haifa.«
»Dafür hast du lebenslänglich bekommen? Nicht möglich.«
»Nein«, sagt Moische. »Aber nach drei Tagen habe ich festgestellt, daß in Haifa derselbe Briefträger wie in Tel Aviv gebracht hat die Post. Aber nur einmal.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:40:47
Kohn will reich werden. Nicht nur reich, Millionär, Milliardär. Er ackert und rackert und vergißt darüber ganz seine junge Frau.
Das bereitet ihm Gewissensbisse. Eines Mittags, während er sonst immer durcharbeitet, geht er Punkt 12 Uhr nach Hause. Er kommt an. Was sieht er? Sarah liegt im Bett mit einem fremden Mann.
»Wie!« ruft er. »Das ist unerhört! Wer sind Sie überhaupt?«
»Richtig, richtig«, wendet sich Sarah an den Mann. »Würden Sie bitte so freundlich sein und mir sagen Ihren Namen?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:40:15
Moische und Kohn treffen sich auf der Straße. Sie unterhalten sich - sie haben sich lange Zeit nicht mehr gesehen - über alles mögliche.
»Sag' mal«, fragt Moische den Kohn. »Wie geht es denn eigentlich deiner ältesten Tochter, der Ruth?«
Sofort verfinstert sich das Gesicht des Gefragten, er senkt den Kopf und sagt: »Du wirst es nicht glauben -ist sie in einem Freudenhaus.«
Der Schreck über seine Frage durchzuckt Moisches Gesicht - dann klärt es sich auf, und er sagt: »Nuna, war ja immer so ein lustiges Kind, das Ruthele!«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:38:13
Eisenstein ist seit 30 Jahren nicht mehr nach Tel Aviv gekommen. Jetzt ist er rübergeflogen, wohnt im besten Hotel von Tel Aviv. Und ein Stubenmädchen ist da! Die hat aber auch alles, alles, was Eisenstein sich jemals gewünscht hat. Eine Woche lang verfolgt er das Stubenmädchen, macht ihr Anträge - und schließlich erhört ihn die Kleine. Sie liegt bei ihm im Bett. »Sarah«, fragt Eisenstein. »Warum hast du mir solche Schwierigkeiten gemacht? Warum hast du dich so lange gesträubt und bist immer weggelaufen, wenn ich kam?«
»Oh, Isaak«, sagt Sarah. »Ich habe gedacht, du wolltest ein Extra-Handtuch.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:36:48
Isaak fährt im Bus. Er hat sich recht breit gemacht auf seinem Sitzplatz. Sein Nachbar auf der Zweierbank sagt: »Also, kannst du nicht rücken ein Stückchen, damit die müde Frau neben dir auch ein Plätzchen findet?« Er deutet auf die Frau, die neben Isaak steht. »Reingefallen«, schmunzelt Isaak, »das ist meine Alte. «
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:35:52
»Ich kann nicht mehr«, klagt Moische dem Kohn.
»Warum nicht?«
»Nichtsnutzige Kinder hat man gesetzt in die Welt. Besonders mein ältester Sohn.«
»Gehorcht er denn nicht?«
»Noch viel schlimmer, noch viel schlimmer«, sagt Moische. »Er kommt in mein Geschäft, macht die Kasse auf, nimmt die Hälfte der Tageseinnahmen heraus, greift sich ein Mannequin und verschwindet.«
»Ui, ui«, sagt Kohn. »Das mit der Kasse ist schlimm. Aber das mit dem Mannequin - das ist doch normal.«
»Nee«, stöhnt Moische. »Verstehst du denn - ich bin Herrenausstatter.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:35:19
»Isaak«, fragt Uri seinen Freund Blau. »Du weißt, ich werde nun bald 65 und bin seit fünf Jahren Millionär. Nun - habe ich mich verliebt in die schöne Ruth, die Tochter von Nelkenstrauß. Ist sie erst 19 Jahre alt. Meinst du, wenn ich sie frage, ob sie werden will meine Frau — sie wird mich nehmen eher, wenn ich ihr sage, ich bin erst 50?«
»Hm«, sagt Blau und überlegt einen Moment. Dann hellt sich sein Gesicht auf: »Nebbich, ich denke die größte Chancen wirst du haben, wenn du sagst, du wirst nächste Woche 85.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 12:32:56
Moische und Kohn treffen sich nach fünf Jahren
wieder.
»Kohn!« ruft Moische. »Eine ungeheure Freud, dich wiederzusehen. Was machst du denn jetzt?«
»Ich bin Physiker.«
»Ein Physiker?« sagt Moische. »Wenn ich mich recht erinnere, möchtst du so ein bißchen erfinden?«
»Das stimmt.«
»Und was erfindest du so?«
»Ich erfinde gerad ein Perpetuum mobile.«
»Interessant, interessant«, sagt Moische. »Was ist denn das?«
»Ach weißt du«, sagt Kohn. »Es ist ein Ding, was immer läuft und nie steht.«
»Hm«, sagt Moische. »Muß man das erst erfinden? Das hab ich doch die ganze Zeit schon.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:55:31
Isaak trifft seinen Freund Grün.
»Isaak, komm, laß uns spielen eine Partie Schach.« »Nee«, sagt Isaak. »Geht nicht. Ist mir gerade meine
Frau gestorben, fühle ich mich nicht so recht für
Vergnügen.«
»Ach«, sagt Grün. »Komm! Nimm die schwarzen
Figuren.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:54:54
Blau studiert den Talmud. Er trifft Grün.
»Grün«, fragt er. »Kannst du mir sagen, warum Moses gezogen ist mit unserem Volk, dem auserwählten, durch das Rote Meer?«
»Natürlich«, sagt Grün. »Weil er sich nicht getraut hat mit der ganzen Mischpoke über die Landstraße.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:52:51
»Ja, so was!« stürzt der Kohn auf den Isaak zu. »Hab ich dich seit fünf Jahren nicht gesehen. Hier hast du deine zehn Dollar wieder, die ich mir vor fünf Jahren von dir geborgt habe.«
»Kannst sie behalten«, sagt Kohn. »Hab keine Lust meine Meinung über dich zu ändern.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:52:23
»Natürlich, natürlich. Werd' ich mich freuen«, sagt Blau. »Gehst du runter die Lauben-Avenue, siehst du ein rotes Haus. Mit einem großen Tor. Nimmst du den rechten Ellenbogen, schiebst du das Tor auf. Dann gehst du durch die Toreinfahrt durch, kommst du an einen Hof. Da ist ein weißes Gebäude. Und rechts auf der Seite ist eine kleine weiße Tür. Nimmst den linken Ellenbogen, stößt die kleine weiße Tür auf. Dann gehst du hoch zwei Treppen. Und wenn du oben bist im dritten Stockwerk, auf der linken Seite ist eine Klingel. Nimmst den rechten Ellenbogen, drückst auf den großen weißen Knopf - und da werd' ich sein, aufmachen und dich willkommen heißen.«
»Schön, schön«, sagt Grün. »Aber- sag mal, warum soll ich denn für alles die Ellenbogen nehmen?«
»Na«, sagt Blau. »Wirst du nicht gebrauchen können die Hände, weil du halten mußt die Geschenke für meine Familie.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:51:49
Der Reisende kommt in Tel Aviv auf dem Flugplatz an. Er gibt dem Gepäckträger ein gutes Trinkgeld und sagt: »Können Sie mir sagen, wo ich mich am besten rasieren lassen kann?«'
»Nun, ja«, antwortet der Mann mit einem prüfenden Blick. »Werd ich glauben, am besten im Gesicht.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:49:45
