Grün ist Propagandist der israelischen Regierung und hält Volksreden in Tel Aviv. »Ich bin Israeli! Ich bin als Israeli geboren, und ich will leben als Israeli und sterben als Israeli.«
»He, Grün!« ruft der Blau aus der Menge. »Hast du denn gar keinen Ehrgeiz?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:49:16
»So«, sagt der Beamte. »Sie wollen auswandern? Sie fühlen sich wohl als Jude bei uns nicht wohl?«
»Doch. Es ist nicht wegen meiner Religion«, sagt Isaak, »es ist wegen der Schwulen.«
»Wegen der Schwulen?« fragt der Beamte irritiert.
»Ich wandere wegen der Homosexualität aus«, gibt Isaak Silberstein zurück.
»Aber das ist doch nicht die Möglichkeit!« ruft der Beamte. Und kann sich nicht fassen.
»Doch«, beharrt Silberstein. »Hören Sie, Herr Inspektor. Vor 40 Jahren gab's für die Homosexuellen die Todesstrafe. Vor 20 Jahren 10 Jahre Zuchthaus. Vor 10 Jahren fünf Jahre Gefängnis. Vor zwei Jahren ein Jahr Gefängnis auf Bewährung und seit einem Jahr ist es straffrei. Und da möcht' ich weg sein, bevor es zur Pflicht wird.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:47:15
Moische geht über die Straße, auf der Bauarbeiten verrichtet werden. In der Mitte der Straße ist ein tiefes Loch. Fünf Meter tief. Er schaut hinein - und sieht Kohn unten sitzen.
»Kohn!« ruft er. »Kohn, was machst du da? Bist du reingefallen?«
»Nuna«, erwidert Kohn. »Werd ich hier wohnen?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:45:35
Die Israelis sind recht knapp in Devisen. Die Regierung hat eine irrsinnig hohe Steuer auf Luxusgüter. Und deswegen wird jeder Reisende, der aus dem Ausland kommt, untersucht, ob er auch nichts einschmuggelt, was sonst hoch versteuert werden müßte.
Moische war in Paris. Und er hat seiner Frau einen süßen, kleinen Minischirm mitgebracht, den er in die Hosentasche steckt. Wie das Übel es will - die Passagiere müssen sich einer starken Kontrolle unterziehen; Moische wird sogar von einem Zöllner abgetastet. Der fängt oben an, tastet, tastet - und kommt dann an die Hosentasche.
Er fühlt.
»Was ist das?« fragt er streng und tritt einen Schritt zurück.
»Oh, wissen Sie, Herr Zöllner«, sagt Moische. »Das ist eine kleine süße Überraschung für meine Frau.«
»Aha«, lächelt der Zöllner. »Jetzt aber schnell nach
Hause!«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:19:46
Der Geschäftsinhaber Silberstein liegt im Sterben. Und er möchte alle seine Angelegenheiten regeln, auch die finanziellen.
»Hört zu«, sagt er zu seinen Söhnen, zu seiner Frau und zu dem Rabbi, die um das Bett stehen. »Rosenzweig, der schuldet uns 10000 Mark.«
»Habt ihr's alle gehört?« sagt der älteste Sohn Uri.
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:18:55
»Du, Kohn«, fragt Herschel seinen Schneider. »Kannst du mir machen einen Anzug ganz eng? Nicht eine einzige Falte und vorne so, daß man sieht die Genitalien als ein Abdruck?«
»Mußt du dich nicht sorgen darum, nebbich«, sagt der Schneider. »Werd' ich dir einen Anzug machen vorne so eng, daß man sieht deine Religion.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:16:35
Der Chefredakteur der größten Tel Aviver Zeitung ist ein wichtiger Mann. Alle hofieren ihn. Nun erscheint er in der Oper.
»Du, Kohn«, sagt Moische. »Sehe ich deinen Chefredakteur mit einer jungen, hübschen Dame. Ist es seine Frau?«
»Nebbich, wo denkst du hin?« antwortet Kohn. »Das ist die heutige Abendbeilage.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:16:03
»Die Jugend ist vollkommen verdorben«, sagt Moische zu seinem Freund.
»Wie kommst du darauf?«
»Die meisten lügen von dem Tag an, wo sie sprechen können.«
»Also - das ist ein bißchen zu stark!«
»Doch, doch«, beteuert Moische. »Ich kenne eine ganze Menge Kinder, die sagen zu einem Mann Vater - der kann's gar nicht gewesen sein.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:12:51
Moische fragt Isaak: »Kannst du mir leihen eine Mark? Hab ich vergessen mein Geld und möcht' ich fahren mit die Straßenbahn.«
»Geht nicht«, bedauert der andere. »Hab ich nur 20 Mark.«
»Wird sich einrichten lassen«, antwortet Moische. »Nehm ich eben Taxi.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:11:06
Moische und Kohn sind auf einer Ausstellung surrealistischer Künste. »Na«, sagt Moische vor einem Bild, von dem er nicht ganz weiß, was es ist. »Wird sicher sein ein Portrait.«
»Du hast keine Ahnung von Kunst«, sagt Kohn. »Ist eine Landschaft.«
»Glaub ich nicht, ist Portrait«, sagt Moische.
Da beugt sich Kohn nieder und liest die Inschrift: »Tulpenfeld in einer niederländischen Landschaft.«
»Siehst du!« sagt Moische triumphierend. »Doch ein Portrait.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:09:49
Moische ist bei Kohn eingeladen. Es gibt Hammelkoteletts.
»Nu, Moische, nimm doch noch Hammelkoteletts«, drängt der Gastgeber.
»Oh nein, oh nein«, sagt Moische. »Ich hatte schon drei.«
»Nein«, mischt sich Kohns Frau ein. »Sie hatten sieben - aber wer wird denn hier zählen?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:08:20
Moische fragt Herschel: »Was würdest du tun, wenn du plötzlich einen Brief von der Palästinensischen Befreiungsorganisation bekämest?«
»Mensch«, sagt Herschel, »den würde ich erst im Flugzeug lesen.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 10:07:35
Isaak ist Kapitän und Moische ein Rechtsanwalt. Und Freunde sind sie beide. Jetzt muß Isaak auf eine lange Seereise gehen. »Hör zu, Moische«, bittet er seinen Freund, den Rechtsanwalt. »Achte auf meine Frau.«
»Isaak«, sagt der andere. »Kannst dich darauf verlassen.«
Nach elf Monaten kommt Isaak wieder - und erfährt, daß seine Frau intime Beziehungen mit Moische gehabt hat - und daß das Kind schon da ist.
»Strafen werde ich dich nach dem Seerecht!« ruft Isaak und greift nach dem Messer. »Du kennst das Seerecht: Du weißt, daß jeder seine Rute verliert, der in fremden Gewässern fischt.«
»Sehe ich ein«, sagt Moische. »Aber schau - das Haus in dem ich mit deiner Frau war, war kein Seehaus, sondern ein Landhaus. Und nach dem Landrecht gilt was anderes: Wer auf fremden Boden säet verliert seinen Samen. Die Frucht allerdings gehört dem Eigentümer.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 09:59:37
Zwei Kleiderfabrikanten, Grün und Blau, treffen sich. »Eh«, sagt Grün zu Blau. »Hab ich gehört, daß du mich schon wieder unterboten hast auf dem Markt. Das verstehe ich nicht, ich müßte billiger sein als du, ich verarbeite doch nur gestohlene Stoffe.«
»Nuna«, sagt Blau. »Ich verkaufe nur gestohlene Kleider.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 09:56:50
Es hat lange gedauert, bis sich Silberzweig entschlossen hat, zu seinen Verwandten zu fahren. Und jetzt, ganz atemlos, kommt er auf dem Bahnhof angerannt -und der Zug ist weg.
»Na«, fragt ihn Kohn, der auf dem Bahnhof wartet, mitfühlend. »Ist dir der Zug vor der Nase weggefahren?«
»Nebbich«, keucht Silberzweig. »Werd ich ihn verscheucht haben?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 09:55:08
Silberstein ruft Grünspan an. »Hör mal, Grünspan«, sagt er. »Muß ich bleiben ein paar Tage in der Stadt. Die Hotels sind alle besetzt. Kann ich schlafen bei dir?«
»Ui!« bedauert Grünspan. »Mein lieber Silberstein, das geht nicht. Meine Zimmer sind alle voll. Ein Haufen voll Besuch.«
»Was soll ich nun machen?« klagt Silberstein.
»Weißt du«, sagt Grünspan. »Wenn ich war in deiner Situation früher - dann bin ich immer gegangen in ein Puff.«
»Nebbich!« schreit Silberstein auf. »Geht doch nicht, hab ich doch meine Frau dabei.«
»Macht nichts, macht nichts«, tröstet Grünspan. »Zahlst du einfach Korkengeld.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 09:53:17
Isaak kauft zwei Lotterielose. Der Hauptgewinn von 100000 Mark fällt auf sein Los. Mit Tränen in den Augen kommt er zu seinem Freund Grün.
»Hab ich gelesen in der Zeitung, daß du gemacht hast den Hauptgewinn auf dein Los!« ruft Grün. »Nun, nebbich, warum weinst du denn? Hast du doch gewonnen!«
»Muß ich weinen«, schluchzt Isaak. »Warum hab ich kaufen müssen das zweite Los?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-24 09:44:51
Moische und Kohn, Geschäftspartner, gehen zusammen abends zur Synagoge. Fünf Schritte von der Synagoge bleibt Moische plötzlich stehen und sagt: »Au, au, au, au!«
»Was hast du denn?«, fragt Kohn.
»Au, habe ich vergessen den Tresor abzuschließen«, jammert Moische.
»Macht nichts«, sagt Kohn, »wir sind ja beide hier.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:11:32
Moische trifft den Kohn. Und Moische prahlt: »Bin ich jetzt so reich, daß ich mir leisten kann einen Sekretär aus der Biedermeierzeit.«
»Ui«, sagt Kohn, »mußt du wirklich einstellen so alte Leute in die Firma?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:10:17
»Isaak, bist du reich geworden«, sagt neidisch Grün, als er Isaak mit einem Rolls Royce vorfahren sieht.
»Hab bekommen Geld von der Versicherung.«
»Ist dir abgebrannt deine Fabrik?«
»Hatte ich gar keine Fabrik.«
»Wie kommst du zu dem Geld von der Versicherung?«
»Bin ich mit dem Zug gefahren, und der Zug ist entgleist.«
»Und?« sagt Grün. »Hast bekommen eine Entschädigung für deine Verletzung?« »Nee«, sagt Isaak. »Aber in dem moment, als ich gemerkt habe, der Zug geht runter von die Schienen, da habe ich meiner Frau das Gesicht eingedroschen.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:09:21
Isaak Silberstein liegt im Sterben. »Schreib, schreib«, flüstert er seinem Sohn zu. »Rosenzweig schuldet uns 9ooo Mark.«
Der Sohn schreibt.
»Palmenzweig schuldet uns 15 ooo Mark.«
Der Sohn schreibt.
»Tannenbaum schuldet uns 17 ooo Mark.«
Der Vater macht einen tiefen Seufzer, es wird der letzte sein.
»Vaterleben!«, ruft der Sohn. »Und was sind unsere Gläubiger?«
»Die werden sich melden«, sagt der Vater und schließt die Augen für immer.
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:06:30
Uri kommt zu Isaak, der ein Kleidergeschäft hat. »Hallo, alter Freund!« ruft Uri. »Hallo, wie geht das Geschäft?«
»Pst, pst«, mahnt ihn Isaak. »Sei leise, das Geschäft schläft.«
Behutsam und auf den Zehenspitzen schleicht Uri wieder hinaus.
Nach zwei Monaten kommt er wieder. Eingedenk der letzten Ermahnung spricht er ganz leise: »Na, wie geht's denn jetzt?«
»Du kannst ruhig schreien«, entgegnet ihm Isaak.
»Was ist mit dem Geschäft, schläft es immer noch?«
»Nein«, sagt Isaak. »Es ist tot.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:03:44
Isaak wirbt um die Tochter des Geschäftsinhabers Silberstein.
»Haben Sie sich auch überlegt, junger Mann«, beginnt Silberstein, »daß Sie meine Tochter sichern müssen?«
»Nun, geehrter Herr, ist sie gesichert«, erklärt der Bewerber. »Wenn mir etwas zustößt, bekommt sie eine Lebensversicherung über 50 000 Dollar.«
»Schön«, sagt Silberstein und kratzt sich am Kopf. »Aber sagen Sie mir, junger Mann: Was geschieht, wenn Ihnen wird nichts zustoßen?«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:03:14
Es sagte ... der eine Partygast zum anderen: »Nun, das ist unmöglich. Sie können mein Gesicht nicht schon einmal woanders gesehen haben. Ich trage es immer an derselben Stelle.«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:02:13
»Manchmal wünsche ich, ich wäre ein Hund!«
»Warum denn das?«
»Dann müßten andere Leute für mich die Steuern bezahlen!«
Eingetragen von: Funbold Mark am 2006-05-23 15:00:45
